
Geschmacklos: Kaum ist Osama Bin Laden tot, beginnt die Leichenfledderei mit Fan-Artikeln und bislang unveröffentlichten Aufnahmen. Es ist ein Mechanismus, den man nur allzu gut kennt: Kaum ist Osama Bin Laden gestorben, beginnt schon der Total-Ausverkauf. Es ist so, als hätte die gesamte Al-Qaida-Branche nur auf das Ableben des Terrorfürsten gewartet. Eine ganze Flut von billigen, in China produzierten T-Shirts überschwemmt derzeit die Märkte in Pakistan; die Shirts sind mitunter so schlampig gemacht, dass viele das abgebildete Konterfei für eine Mohammed-Karikatur halten.
Das dürfte wohl nur der Anfang der geschmacklosen Geschäftemacherei sein. So soll aus der Höhle, in der der Al-Qaida-Kopf eine Zeit lang lebte, ein Museum gemacht werden – allerdings mit deutlicher besserer Beschilderung des Anfahrtsweges als bislang. Die Hinterbliebenen kündigten außerdem für Weihnachten das Erscheinen mehrerer bislang unveröffentlichter Video-Drohbotschaften in einer Platin-Geschenkbox an.
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