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NEWS über alternative Heilmethoden
Akupressur auf C7/He7 (shenmen) bei Schlaflosigkeit
Eine italienische Studie hat gezeigt, dass sich bei der Behandlung von Schlafstörungen mit einer Akupressurvorrichtung auf C7/He7 (shenmen) gute Erfolge erzielen lassen.
(Efficacy of wrist´s overnight compression (HT 7 point) on insomniacs: possible role of melatonin?, Minerva Med, Dez. 2008, 99(6), 539-47)

Ohrakupunktur bei Opiatentzug unwirksam
Eine britische Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Akupunktur als Ergänzung zu einer Methadon-Therapie bei Opiatabhängigkeit keine klinische Wirkung zeigt.
Ohrakupunktur hatte keine Auswirkung auf die Intensität der Entzugserscheinungen oder des Cravings.
(Auricular acupuncture as an adjunct to opiate detoxification treatment: Effects on withdrawal symptoms, J Subst Abuse Treat, April 2009, 36 (3), 345-49)

Chinesische Arzneimitteltherapie und Akupunktur bei atopischer Dermatitis
Im Zug einer kanadischen Studie wurden 20 an mittlerer bis schwerer atopischer Dermatitis leidende Patienten zwölf Wochen lang zweimal wöchentlich mit Akupunktur behandelt und nahmen dreimal täglich eine pflanzliche chinesische Arzneimittelrezeptur ein. Dies führte zu einem Rückgang der Ekzeme um 63,5 % und zu einer Verbesserung der Lebensqualität um 39,1 %.
(The effectiveness of combined Chinese herbal medicine and acupuncture in the treatment of atopic dermatitis, J Altern Complement Med, Okt. 2008, 14(8), 1043-48)

Akupunktur und Gehirn
Eine koreanische Studie hat mithilfe von fMRT die Wirkung von Akupunktur und Sham-Akupunktur auf das Gehirn untersucht. Genadelt wurde der Punkt H2/Le2 (xingjian) am linken Fuß. Im Gegensatz zur Sham-Akupunktur führte Verum-Akupunktur zu einer signifikanten Aktivierung der Hirnfunktion, und die Autoren gelangten zu dem Schluss, dass Akupunktur die affektiven Komponenten der Schmerzmatrix des
Gehirns modulieren kann.
(The neural substrates of verum acupuncture compared to non-penetrating placebo needle: An fMRI study, Neurosci Lett, 30. Jan. 2009, 450(2), 80-84)

Astralagus-Extrakt gegen HIV und Altern
Einer amerikanischen Studie zufolge verhindert oder verlangsamt TAT2, ein Extrakt aus Astralaguswurzel (huangqi), das fortschreitende Kürzerwerden der Telomere, das zur Folge hat, dass Zellen ihre Fähigkeit, sich zu teilen, verlieren. Generell führt dies dazu, dass der Mensch altert, und im Fall der Immunzellen hat es zur Folge, dass ihre Abwehrfähigkeit gegen Pathogene beeinträchtigt wird. Wenn cytotoxische T-Zellen HIV-infizierter Personen mit TAT2 in Verbindung gebracht wurden, zeigte sich, dass die Verkürzung der Telomere zurückging, und infolgedessen stiegen die Teilungsfähigkeit der Zellen und ihre antivirale Aktivität.
(Telomerase-based pharmacologic enhancement of antiviral function of human CD8+ T lymphocytes, J Immunol, 15. Nov. 2008, 181(10), 7400-6)

Taiji bei metabolischem Syndrom
Eine australische Pilotstudie mit elf Teilnehmern deutet darauf hin, dass ein 12-wöchiges Taiji- und Qigong-Übungsprogramm zu signifikanten Verbesserungen bei vier der sieben Indikatoren für metabolisches Syndrom führt, darunter Body-Mass-Index, systolischer und diastolischer Blutdruck; außerdem bei
Glykohämoglobinwerten, Insulinresistenz, Stress, depressiven Symptomen, körperlichem und psychischem Befinden und Vitalität.
(A preliminary study of the effects of Tai Chi and Qigong medical exercise on indicators of metabolic syndrome, glycaemic control, health related quality of life, and psychological health in adults with elevated blood glucose, Br J Sports Med, 16. Okt. 2008)

Taiji bei Typ-2-Diabetes
Eine chinesische Studie befasste sich mit den Auswirkungen eines 14-wöchigen Taiji-Übungsprogramms auf metabolische Kontrolle und Lipidmetabolismus von Frauen mit Typ-2-Diabetes. Die Frauen, die täglich eine Stunde Taiji übten, hatten nach 14 Wochen signifikant niedrigere Blutzucker-, Fructosamin- und Triglyceridwerte und höhere Plasmainsulinkonzentrationen. Daraus schlossen die Autoren, dass Taiji bei
älteren Menschen eingesetzt werden kann, um die glykämische Kontrolle und die Serum-Triglyceridwerte zu verbessern.
(Effects of 14-week Tai Ji Quan exercise on metabolic control in women with type 2 diabetes, Am J Chin Med, 2008, 36(4), 647-54)

Taiji bei rheumatoider Arthritis
Bei Personen, die zwölf Wochen lang zweimal wöchentlich Taiji übten, zeigte sich im Gegensatz zur Kontrollgruppe eine 20-prozentige Verbesserung auf der ACR-Skala (American College of Rheumatology).
(Tai Chi improves pain and functional status in adults with rheumatoid arthritis: results of a pilot single-blinded randomized controlled trial, Med Sport Sci, 2008, 52, 218-29)

Taiji bei Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)
Im Gegensatz zur Kontrollgruppe zeigte sich bei Personen, die acht Wochen lang unter Anleitung zweimal wöchentlich und zu Hause täglich Taiji übten, eine signifikante Verbesserung in Hinblick auf  rankheitsaktivität, Gelenkigkeit und Depressivität.
(Tai chi for disease activity and flexibility in patients with ankylosing spondylitis – a controlled clinical trial, Evid Based Complement Alternat Med, Dez.
2008, 5(4), 457-62)

Qigong gegen Stress
Eine amerikanische Studie hat sich mit der Auswirkung von Qigong auf Stresserscheinungen bei  Krankenhauspersonal befasst. Bei den Personen, die sechs Wochen lang Qigong übten, zeigte sich gegenüber der Kontrollgruppe ein signifikanter Rückgang des wahrgenommenen Stress und der Schmerzintensität.
(Qigong stress reduction in hospital staff, J Altern Complement Med, Okt. 2008, 14(8), 939-45)

Chinesische Arzneimitteltherapie bei Reizdarmsyndrom (RDS)
Eine Hongkonger Studie mit 84 RDS-Patienten hat gezeigt, dass sich mit chinesischer Arzneimitteltherapie signifikant bessere Behandlungsergebnisse erzielen ließen als mit einer herkömmlichen Therapie.
(chinaview.cn, 15.1.2009)

Chinesische Arzneimitteltherapie bei Krebspatienten
Die Auswertung von 49 Studien mit insgesamt fast 4000 Krebspatienten hat ergeben, dass sich mit chinesischer Arzneimitteltherapie die Nebenwirkungen nach einer Chemotherapie reduzieren lassen und die Lebensqualität verbessert werden kann.
Allerdings war die Qualität der ausgewerteten Studien bis auf eine Ausnahme sehr niedrig. Klinische Empfehlungen sind aufgrund dessen zwar nicht möglich, aber es wird dringend die Entwicklung methodologisch strenger Studien empfohlen.
(Complementary Therapies in Medicine, April 2009, 17 (2), 92-120)