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17 000 Todesfälle durch vermeidbare Fehler im Krankenhaus
Krankenhaus-Sterblichkeit von 0,1% bestätigt
Presseerklärung Pressekonferenz 23.04.2007
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. veröffentlicht die Agenda Patientensicherheit 2007
Präventionskampagne wird konkret - Kooperationen auf EU- und WHO-Ebene aufgebaut
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) legt am 23.4.07 auf einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Gesundheit die Agenda Patientensicherheit 2007 vor, die den Tätigkeitsbericht und den Forschungsbericht des APS enthält.
Presseerklärung Pressekonferenz 23.04.2007
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. veröffentlicht die Agenda Patientensicherheit 2007
Präventionskampagne wird konkret - Kooperationen auf EU- und WHO-Ebene aufgebaut
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) legt am 23.4.07 auf einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Gesundheit die Agenda Patientensicherheit 2007 vor, die den Tätigkeitsbericht und den Forschungsbericht des APS enthält.
Der Forschungsbericht, der durch das BMG finanziert wurde, enthält einen systematischen Literaturüberblick zum Thema Sterblichkeit bei auf Fehler zurückgehenden, vermeidbaren unerwünschten Ereignissen (VUE). „Die Mortalität von 0,1% aller Krankenhauspatienten durch VUE überschätzt die Größenordnung des Problems sicher nicht“, so fasst der Vorsitzende des Aktionsbündisses, Prof. Dr. Matthias Schrappe (Köln), die Ergebnisse zusammen. Der Review basiert auf insgesamt 51 Studien und resultiert in jährlich ca. 17.000 VUE-bedingten Todesfällen in deutschen Krankenhäusern.
Die Ergebnisse sind im Zusammenhang mit der Agenda 2006 zu sehen, die die Häufigkeit von Ereignissen untersucht und die Sterblichkeit noch ausgeklammert hatte. Die Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen lag bei ca. 5-10% aller Krankenhauspatienten, von VUE bei ca. 2-4% und Behandlungsfehler (mangelnde
Sorgfalt) bei ca. 1%. Eine weitere Analyse dieser Häufigkeitsdaten zur Geschlechterverteilung kam jetzt zu dem Resultat, dass es für weibliche Patientinnen ein höheres Risiko gibt, ein unerwünschtes Ereignis zu erleiden, als für männliche Patienten.
Bereits vor 2 Jahren haben die deutsche Selbstverwaltung, die Patientenverbände und die Gesundheitspolitik durch die Gründung des Aktionsbündnisses am 11.4.2005 auf die Situation reagiert. Es wurden mehrere Präventionsprogramme entwickelt, um die Situation zu verbessern:
- Empfehlung zur Verhinderung von Seiten- und Eingriffsverwechselungen,
- Empfehlung zum Aufbau eines Fehlerlernsystems in deutschen Krankenhäusern.
In Deutschland nimmt das Thema derzeit einen immer breiteren Raum ein. Weitere Empfehlungen zur Patientenverwechselung und zur Prävention von Medikationsfehlern stehen vor der Fertigstellung. Bis zur Jahresmitte wird in Zusammenarbeit von BMG, der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AKDÄ) und dem APS eine „Road Map Arzneimittelsicherheit“ entwickelt. „Die Arzneimittelsicherheit ist eines der zentralen Themen“, so Prof. Dr. Daniel Grandt, Geschäftsführer des APS und Vorstandsmitglied der AKDÄ, „es ist daher auch der Schwerpunkt der 2. Jahrestagung des APS Ende November 2007 in Bonn“. Zusammen mit dem Robert Koch Institut und dem Nationalen Referenzzentrum Nosokomiale Infektionen plant das APS weiterhin eine nationale Kampagne, die sich die Verminderung von Wundinfektionen duch Verbesserung der Handdesinfektion zum Ziel gesetzt hat: die „Aktion Saubere Hände“. „Wir melden den Krankenhäusern nicht nur ihre Wundinfektionsraten, sondern auch ihren mittleren
Desinfektionsmittelverbrauch zurück“, fasst Prof. Schrappe die Idee der Kampagne zusammen, „die Händedesinfektion ist eines der durchschlagensten Verbesserungsmöglichkeiten überhaupt.“
Die gesamte Entwicklung steht im engen Kontext zu internationalen Entwicklungen, die durch die WHO, die Europäische Kommission, den Commonwealth Fund und die Joint Commission koordiniert werden. „Deutschland nimmt aufgrund der Arbeiten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit international eine aktive Rolle ein“, betont Dr. Günther Jonitz, Stellvertretender Vorstitzender des APS und Präsident der Berliner Ärztekammer.
Die jetzt veröffentlichten Daten zur Sterblichkeit und zur Geschlechtsverteilung sind für das Aktionsbündnis Patientensicherheit und alle Kooperationspartner Anlass und tiefste Verpflichtung, die Anstrengungen zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland weiter zu steigern.
Prof. Dr. Matthias Schrappe Dr. Günther Jonitz Prof. Dr. Daniel Grandt
Vorsitzender des APS Stellv. Vorsitzender d. APS Geschäftsführer des APS
Venloer Str. 30 Berliner Ärztekammer Klinikum Saarbrücken
50672 Köln Friedrichstr. 16 Winterberg 1
0163 5818 797 10969 Berliln 66119 Saarbrücken
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. 030 4080 65001 0681-9632530
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. dgrandt@klinikumsaarbruecken
aus www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de
Die Ergebnisse sind im Zusammenhang mit der Agenda 2006 zu sehen, die die Häufigkeit von Ereignissen untersucht und die Sterblichkeit noch ausgeklammert hatte. Die Häufigkeit von unerwünschten Ereignissen lag bei ca. 5-10% aller Krankenhauspatienten, von VUE bei ca. 2-4% und Behandlungsfehler (mangelnde
Sorgfalt) bei ca. 1%. Eine weitere Analyse dieser Häufigkeitsdaten zur Geschlechterverteilung kam jetzt zu dem Resultat, dass es für weibliche Patientinnen ein höheres Risiko gibt, ein unerwünschtes Ereignis zu erleiden, als für männliche Patienten.
Bereits vor 2 Jahren haben die deutsche Selbstverwaltung, die Patientenverbände und die Gesundheitspolitik durch die Gründung des Aktionsbündnisses am 11.4.2005 auf die Situation reagiert. Es wurden mehrere Präventionsprogramme entwickelt, um die Situation zu verbessern:
- Empfehlung zur Verhinderung von Seiten- und Eingriffsverwechselungen,
- Empfehlung zum Aufbau eines Fehlerlernsystems in deutschen Krankenhäusern.
In Deutschland nimmt das Thema derzeit einen immer breiteren Raum ein. Weitere Empfehlungen zur Patientenverwechselung und zur Prävention von Medikationsfehlern stehen vor der Fertigstellung. Bis zur Jahresmitte wird in Zusammenarbeit von BMG, der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AKDÄ) und dem APS eine „Road Map Arzneimittelsicherheit“ entwickelt. „Die Arzneimittelsicherheit ist eines der zentralen Themen“, so Prof. Dr. Daniel Grandt, Geschäftsführer des APS und Vorstandsmitglied der AKDÄ, „es ist daher auch der Schwerpunkt der 2. Jahrestagung des APS Ende November 2007 in Bonn“. Zusammen mit dem Robert Koch Institut und dem Nationalen Referenzzentrum Nosokomiale Infektionen plant das APS weiterhin eine nationale Kampagne, die sich die Verminderung von Wundinfektionen duch Verbesserung der Handdesinfektion zum Ziel gesetzt hat: die „Aktion Saubere Hände“. „Wir melden den Krankenhäusern nicht nur ihre Wundinfektionsraten, sondern auch ihren mittleren
Desinfektionsmittelverbrauch zurück“, fasst Prof. Schrappe die Idee der Kampagne zusammen, „die Händedesinfektion ist eines der durchschlagensten Verbesserungsmöglichkeiten überhaupt.“
Die gesamte Entwicklung steht im engen Kontext zu internationalen Entwicklungen, die durch die WHO, die Europäische Kommission, den Commonwealth Fund und die Joint Commission koordiniert werden. „Deutschland nimmt aufgrund der Arbeiten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit international eine aktive Rolle ein“, betont Dr. Günther Jonitz, Stellvertretender Vorstitzender des APS und Präsident der Berliner Ärztekammer.
Die jetzt veröffentlichten Daten zur Sterblichkeit und zur Geschlechtsverteilung sind für das Aktionsbündnis Patientensicherheit und alle Kooperationspartner Anlass und tiefste Verpflichtung, die Anstrengungen zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland weiter zu steigern.
Prof. Dr. Matthias Schrappe Dr. Günther Jonitz Prof. Dr. Daniel Grandt
Vorsitzender des APS Stellv. Vorsitzender d. APS Geschäftsführer des APS
Venloer Str. 30 Berliner Ärztekammer Klinikum Saarbrücken
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aus www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de
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