Entschleunigung
Montag, den 24. Januar 2011 um 10:20 Uhr
Entschleunigung - Ein entspannter Mensch ist ein gesunder Mensch.
Der Lärm der heutigen Zeit stellt das menschliche Empfinden vor große Herausforderungen. Flutwellen von Informationen überrollen uns Tag für Tag. Ständiges Sortieren und Reagieren ist gefordert. Die Grenze des menschlich möglichen ist für die meisten Menschen bereits überschritten. Amerikanische Wissenschaftler schätzen das 10 Mrd. Bits an Informationseinheiten jede Sekunde auf unser System einprasseln. Das menschliche System ist noch nicht an die Massenverarbeitung adaptiert und ist überfordert. Der Augenblick in dem das Leben eigentlich stattfinden wollte zieht ebenso schnell vorbei wie die Woche und das Jahr. Viele Emotionen, Gefühle und Bedürfnisse finden keine Beachtung und erst recht keinen Ausdruck mehr. Zunächst schleichend kommt es zu Ungleichgewichten und Blockaden im Energiefluss. Diese machen anfangs mit Befindungsstörungen später mit immer deutlicher werdenden Symptomen auf sich aufmerksam. Bleiben die Warnsignale ungehört und werden sie nicht reflektiert, entladen sich die Stauungen über Krankheiten. Der Körper zwingt nun Ruhe und Rückzug ein. Was man sich freiwillig vorher nicht gegönnt hat wird nun mit aller Deutlichkeit eingefordert. Symptome und Krankheiten machen mit deutlich spürbaren Signalen auf die Notwendigkeit ( „Not zur Wende“) eines Innehalten aufmerksam. Die Aufforderung dahinter ist klar und unmissverständlich: Stehenbleiben und Hinzuschauen um dann not-wendige Entscheidungen zu treffen und grundlegendes zu verändern. Deutet man Krankheit und ihre Botschaften richtig dann dient Krankheit dem Leben und fördert es.
Innehalten um Inhalt wieder zu finden
Mit Meditation stellen wir der Überladung und Überforderung etwas gegenüber. Mit innerer Haltung und äußerer Übung praktizieren wir aktives Innehalten und schaffen damit ein Gegengewicht zu dem „Zuviel von allem“ im Alltag. In der bewußten Wahrnehmung des Lebens im Augenblick gewinnt das Leben an Farbe und Tiefe. Unsere Sinne bekommen wieder die Möglichkeit wahrgenommen zu werden. Sehen, riechen, fühlen, schmecken, feinstoffliches wahrnehmen wird intensiver und bereichert uns in zunehmender Weise. Es fordert jedoch Disziplin durch „mal nichtstun“ soetwas wie „Meisterschaft im Leben“ in ganz anderer Form zu erlangen.
Wann ist ein Leben gelungen
Ein gelungenes Leben zu führen ist dabei kein fernes Ziel – sondern beschreibt den Grad unserer Bewußtheit, Offenheit und Dankbarkeit gegenüber dem Leben in seiner grandiosen Vielfalt, aber auch gegenüber seinen Schwierigkeiten und Widersprüchen, die uns (oft schwer erkennbar) als Geschenke und eigentliche Wachstumshilfen entgegen treten. Das Verständnis und unsere Achtsamkeit im Umgang mit den Lebensgesetzen rund um Resonanz, Polarität und Bewusstsein bestimmt darüber wie sehr es gelingt, zu einem erfüllten und damit gelungenem Leben zu finden. Ein mit Bewusstsein und höchstmöglicher Offenheit beschrittener Weg bringt dabei immer deutlicher die eigene Essenz hervor: Stärken, Talente und Potentiale rücken in das Bewußtsein und treten in Resonanz mit neuen Lebensereignissen. Das bewußte Leben der mitgebrachten Möglichkeiten führt zu einem erfüllten und damit gesünderem Leben.
In die eigene Kraft kommen
Mit Meditation wird zunächst z.b. über ein Mantra die Gedankenkraft auf einen Punkt konzentriert. Weg von den 100 000 Gedanken lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf den Augenblick und üben Präsenz für das was gerade ist. Atmen und Sein. So wird Entschleunigung geübt. Dabei kommt es zum Abbau von Stress, die Wogen glätten sich und Blockaden beginnen sich zu lösen während langsam eine Verbindung zur Quelle aller Lebenskraft aufgebaut wird.
Mantren - Worte und Klänge in Aktion
Alles in der Natur ist letztlich reine Schwingung. Jede Schwingung hat einen Klang auch wenn er für unser Ohr so zunächst nicht hörbar ist. Dieser innere Klang der seiner Natur nach fein und überall präsent ist ist der direkte Ausdruck des Absoluten. Auf diesen Klang zu meditieren führt zu einem Strom der das Bewußtsein zur Ausdehnung zieht. Manten sind Klänge und Worte die den Geist einstellen und lenken. „Man“ bedeutet Geist und „tra(-ng)“ ist die Welle bzw. die Bewegung des Geistes. Im Sanskrit bedeutet es wörtlich „den Geist aus Leiden und Krankheit zu erretten.Wenn man ein Mantra laut rezitiert hat man eine spürbare Wirkung auf mehreren Ebenen: Durch die Stimulation der Meridanpunkte im Mund, durch seinen Ryhthmus, durch die Kraft seiner Bedeutung und durch seine energetische Bedeutung in der Zeit. Wird ein Mantra korrekt rezitiert, wird es bestimmte Areale des Nervensystems und des Gehirns aktivieren und das Schwinungsniveau des Körpers verändern. Die Art der Wahrnehmung und die eigenen energetischen Fähigkeiten verlagern sich.
Lebenskraft wecken
Das höchste spirituelle Ziel der Meditation liegt darin Prana, die mächtige und gewaltige Evolutionskraft zu wecken, sich an ihre Kraft anzubinden und sich von ihr leiten zu lassen. Immer wenn Gebete wie durch ein Wunder beantwortet werden, wenn sich in irgendeinem Bemühen menschliches Genie zeigt, wenn Wunder vollbracht werden oder die spirituelle Kraft sich durch Spontanheilungen ausdrückt, wurde bewußt oder zufällig eine winzige Menge dieser unendlichen Kraft freigesetzt. Das Erwachen dieser Schöpferkraft bringt eine Ausdehnung des Bewußtseins mit sich, die einen Menschen zu neuem Leben erweckt und dadurch das Einzigartige und Geniale in ihm entfacht. Sie öffnet und ermöglicht es, neue Ideen zu schöpfen und bei längerer Übung unentdeckte Ressourcen zu erschließen. Im Lauf der Zeit entwickelt sich ein neues Gefühl von Fülle und „Angekommen-sein“. Tiefe Momente, die das Leben als Geschenk – das es gilt zu feiern – erkennen lassen werden häufiger. Dies nimmt Schwere und schenkt Leichtigkeit, Vertrauen und Selbstbewusstsein. Die Wahrnehmung der eigenen Einzigartigkeit und Größe verstärkt das Gefühl der Entspannung und Gelassenheit. Gesundheit findet nun eine neue Basis. Zunehmende Unabhängigkeit von äußeren besonders materiellen Faktoren tritt ein. Innere Stabilität und das Gefühl als „Fels in der Brandung“ geerdet und verbunden zu sein nimmt zu. Alte Muster, Programme, Verletzungen und Gewohnheiten weichen einem bisher kaum erfahrenem Gefühl von Freiheit und wirklicher Selbst-Bestimmung. Unabhängigkeit vom Erreichen-müssen eines Ziels, einer äußeren Bestätigung. Begrenzung fällt ab. Leben offenbart sich in seiner unmittelbaren Qualität
Die Seligkeit eines Augenblicks verlängert das Leben um tausend Jahre.
Die höchste Zukunfstmöglichkeit erkennen und realisieren wollen
Im Lauf der Geschichte haben Menschen jeden Alters welche die Freisetzung einer bestimmten Menge dieser Kraft erlebt haben, wundervolle und atemberaubende Kunst-und Meisterwerke (z.b. in Malerei, Musik, Philosophie, Religion,Literatur) geschaffen. Die Aktivierung dieser Kraft hebt das Bewußtsein und führt zu Augenblicken des wachen Verstehens all dessen was ist. Wahre Erleuchtung manifestiert sich Stück um Stück im Herzen. Die einmal geweckte Kraft verwandelt das Herz in spirituelles Gold und bewirkt, das die Selle ihr Genie ausdrücken kann, das sich das aus uns heraus entfalten kann, was gleich einem Samenkorn von Natur aus in uns angelegt ist. Meditation legt den Grundstein für das Erkennen des höchsten was in uns angelegt ist und sich entfalten möchte.
Mit der Meditation auf die Sonne die Türen öffnen
Die Meditation auf die Sonne wird dich mit dienem höheren Selbst verbinden. Sie wird dein Herz öffnen, die Schöpferkraft in dir wecken und dir Glück und Erfüllung bringen. Sie wird deine körperliche Lebenskraft stärken und dich unterstützen deinen Lebensweg zu finden und ihm zu folgen. Dementsprechend werden sich deine Gesundheit und dein Wohlbefinden auf allen Ebenen verbessern:
Erhebe dein Bewußtsein nun über deinen Körper hinaus und gehe in deiner Vorstellung zur Sonne. Du bist ein Kind der Sonne, sie ist dein rechtmäßiges Zuhause. Spüre, wie du in ihre strahlende Aura eintrittst. Erlaube den Strahlen der Sonne dein ganzes Sein zu durchfluten, jede kleinste Zelle zu erfrischen und zu stärken. Sieh dich selbst umhüllt von diesem warmen und hellen Licht. Du bist die Sonne, du bist die Wärme, du bist das Licht.
Laß dich erheben von dem Licht, dem Frieden und der Liebe die du in diesem Augenblicke spürst:
Licht – vor mir,hinter mir,neben mir, über und unter mit, in mir und für alle um mich herum und überall
Frieden- vor mir,hinter mir,neben mir, über und unter mit, in mir und für alle um mich herum und überall
Liebe- vor mir,hinter mir,neben mir, über und unter mit, in mir und für alle um mich herum und überall
Zen-Meditation
Mit der Zen-Meditation üben wir Bewusst-sein. Zazen ist, in einer aufrechten Haltung tiefer Konzentration einfach zu sitzen. „Einfach“ heißt, die Vitalität von Körper und Geist sind intensiv gesammelt, konzentriert, versenkt in die Zazen-Haltung. Körper und Geist sind dadurch völlig wach und wie eins in der kraftvollen Stille der gegenwärtigen Zeit zentriert. Mit der Präsenz unseres individuellen Daseins verankern wir uns im Urgrund allen Seins. Die Zazen-Haltung besteht darin, auf einem Kissen mit gekreuzten Beinen in aufrechter, natürlicher Haltung zu sitzen. Die Aufmerksamkeit wird auf die Spannkraft der Haltung und eine lange Ausatmung konzentriert. Im Raum des gesammelten Geistes auftauchende Gedanken und Bilder werden weder zurückgewiesen noch beurteilt, noch verfolgt. Bewußtsein und Unterbewußtsein können sich entleeren. Körper und Geist kehren so zu ihrer ursprünglichen, ungetrübten Verfassung zurück. Zen ist in seinem Wesen Erfahrung einer tieferen Qualität der Wirklichkeit. Diese Erfahrung gründet sich auf Ausübung und kann durch das Denken weder vorweggenommen noch ersetzt werden. Worte und Begriffe können die lebendige Wirklichkeit nicht wirklich einfangen.
Zen –praktisch üben beim Bogenschießen oder Straße kehren.
Bogenschießen im Bewußtsein des Zen ist eine wunderbare Möglichkeit
Zen in praktischer Handlung zu erfahren. Bogenschießen bedeutet Loslassen üben, Vertrauen finden und der eigenen Wesensnatur begegnen. Gelassenheit bedeutet lassen können. Loslassen und in Vertrauen gehen. Bogen, Schütze und Ziel werden zu einer Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist das gelebte Jetzt, frei von Anhaftungen, ohne Trübungen des Geistes. Der Pfeil kennt bereits sein Ziel und erreicht es – mit Hilfe unseres Unbewussten! Wir erfahren beim Bogenschießen Schritt für Schritt was es heißt, klar, korrekt und zielgerichtet zu Handeln. Wir entdecken die Bedeutung eines festen Standpunktes von dem aus wir mit der Sehne die richtige Spannung ( im Leben) aufnehmen um dann im passenden Augenblick loszulassen. Eine besondere Atemtechnik fördert die Konzentration auf den Augenblick des „Jetzt“, um im Abschuss ein Spannungs-und zugleich Zielgefühl zu entwickeln. Diesem Ziel gehen sie Schritt für Schritt (Pfeil für Pfeil) mit so viel innerer Kraft – wie im Augenblick zur Verfügung steht – entgegen. Jeder geschossene Pfeil ist ein neuer Schritt, eine Bewegung auf das Ziel zu. Da gibt es keine Fehlschüsse, sondern nur ein stetiges Üben in die Richtung des eigentlichen Ziels: der Begegnung mit sich selbst.
Egal was wir gerade tun, ob wir Tee eingießen, einen Blumenstrauß binden oder die Straße kehren. Wenn wir eins sind in dem was wir tun erfahren wir in jedem Augenblick die Kraft der Schöpfung. Die Straße so zu kehren wie Michelangelo ein Bild malen würde, voller Liebe zum Detail, eins werdend mit dem Besen…..
Dr.med.Ingfried Hobert, Facharzt Allgemeinmedizin, TCM, Tibetische Medizin – www.drhobert.de
Seminare über Zen Meditation, Zen Bogenschießen, Feuerlauf u.v.m s. www.ethnomed.de